Studieren in Zittau/Görlitz

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Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass Görlitz eine Grenzstadt ist und die polnische Nachbarstadt Zgorzelec zu Fuß über die Altstadtbrücke erreicht werden kann. Görlitz ist eine Stadt der Mitte. Schon im Mittelalter führten hier die bedeutenden Handels- wege zwischen dem Westen und Osten und vom Süden nach dem Norden Europas hindurch. Einflüsse aus Böhmen und Schlesien prägten die Stadt. Der Erste und der Zweite Weltkrieg unterbrachen den stetigen Aufstieg. Görlitz verlor 1945 die Oststadt und den östlichen Landkreis, wurde erstmals zur Grenzstadt. In den letzten 50 Jahren ging die Einwohnerzahl um ein Drittel zurück. Fleiß, Zähigkeit und Heimattreue der Bevölkerung sorgten dennoch dafür, dass es zu keinem völligen Zusammenbruch der Wirtschaftskraft, der Bausubstanz und der Kultur kam. Der politische Umschwung 1990 weckte Hoffnungen und eröffnete Möglichkeiten für ein erneutes Aufblühen der Stadt als Mittlerin zwischen West und Ost beim Zusammenwachsen Europas.  
 
Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass Görlitz eine Grenzstadt ist und die polnische Nachbarstadt Zgorzelec zu Fuß über die Altstadtbrücke erreicht werden kann. Görlitz ist eine Stadt der Mitte. Schon im Mittelalter führten hier die bedeutenden Handels- wege zwischen dem Westen und Osten und vom Süden nach dem Norden Europas hindurch. Einflüsse aus Böhmen und Schlesien prägten die Stadt. Der Erste und der Zweite Weltkrieg unterbrachen den stetigen Aufstieg. Görlitz verlor 1945 die Oststadt und den östlichen Landkreis, wurde erstmals zur Grenzstadt. In den letzten 50 Jahren ging die Einwohnerzahl um ein Drittel zurück. Fleiß, Zähigkeit und Heimattreue der Bevölkerung sorgten dennoch dafür, dass es zu keinem völligen Zusammenbruch der Wirtschaftskraft, der Bausubstanz und der Kultur kam. Der politische Umschwung 1990 weckte Hoffnungen und eröffnete Möglichkeiten für ein erneutes Aufblühen der Stadt als Mittlerin zwischen West und Ost beim Zusammenwachsen Europas.  
  
Mit der Bewerbung zur [http://www.goerlitz2010.de/ Kulturhauptstadt 2010] erreicht Görlitz zusammen mit seiner Nachbarstadt [http://www.zgorzelec.com/ Zgorzelec] einen beachtlichen zweiten Platz. Die Arbeitsstelle Kultur2020 arbeitet seither an der Evaluierung und Weiterentwicklung der Kulturhauptstadtbewerbungsprojekte, wie auch an der Konzeption einer Kulturstadtdekade Görlitz-Zgorzelec 2010-2020.
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Mit der Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2010 erreicht Görlitz zusammen mit seiner Nachbarstadt [http://www.zgorzelec.com/ Zgorzelec] einen beachtlichen zweiten Platz. Die Arbeitsstelle Kultur2020 arbeitet seither an der Evaluierung und Weiterentwicklung der Kulturhauptstadtbewerbungsprojekte, wie auch an der Konzeption einer Kulturstadtdekade Görlitz-Zgorzelec 2010-2020.

Aktuelle Version vom 29. Juni 2008, 16:39 Uhr

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Studieren im Drei-Länder-Eck

Die Hochschule Zittau/Görlitz und das Internationale Hochschulinstitut Zittau präsentieren ebenfalls ein vielfältiges Studienangebot. Unter dem Motto „Studium ohne Grenzen“ kann man am Doppelstandort Zittau/Görlitz z.B. die Fächer Architektur, Kommunikationspsychologie oder Kultur und Management, studieren. Rund 3.500 Studierende, darunter viele aus Osteuropa, machen bereits von den Studienangeboten der Hochschulen in Zittau und Görlitz Gebrauch. Aufgrund der geringeren Studentenzahlen können die Hochschulen eine intensive Arbeit und eine individuelle Betreuung der Studierenden gewährleisten.

Ein einzigartiges Studium garantiert Ihnen die Neisse-University – deren Studienkonzept sieht vor, dass Sie je ein Semester in Breslau/Polen, Liberec/Tschechien und Zittau/Deutschland verbringen, Studiengangssprache ist Englisch. Die Regelstudienzeit für den Studiengang "Informations- und Kommunikationsmanagement" beträgt drei Jahre und schließt mit dem ersten Akademischen Grad "Bachelor" ab. Im Anschluss an dieses Studium ist die Weiterführung bis zum Abschluss „Master" möglich. Auch dabei ist die Ausbildungssprache Englisch.

Ein entscheidender Faktor, der das Studium in Zittau/Görlitz prägt, ist die unmittelbare Nähe dieser Städte zu den Ländern Tschechien und Polen. Beide Hochschulen sind aktiv in einen interkulturellen Austausch mit den beiden Nachbarländern eingebunden. Wissenstransfer, gemeinsame Forschungen und Projekte, aktiver Kulturaustausch sowie wissenschaftliche Vernetzung und grenzüberschreitender Nahverkehr sind nur einige Beispiele für die Formen der internationalen Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Tschechien und Polen.

Von diesen internationalen Kooperationen profitieren auch die Studierenden der Hochschulen Zittau/Görlitz. Hier können Sie neues Wissen auf sprachlicher, kultureller und wissenschaftlicher Ebene erwerben und dieses sofort praktisch anwenden. Die Grenznähe, aber auch der hohe Anteil ausländischer Kommilitonen werden Ihnen viele Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch geben. Auch Exkursionen und Auslandsaufenthalte werden durch die Kooperationen der Hochschulen vereinfacht, verschiedene Forschungsprojekte bieten Möglichkeiten für studentische Mitarbeit oder Praktika.

[Bearbeiten] Betreuung durch das Studentenwerk

In Zittau und Görlitz betreibt das Studentenwerk Dresden eine Außenstelle. Mehrere Wohnheime stehen für die Studierenden zur Verfügung, und neben den deutschen wohnen dort insbesondere viele polnische Studenten. Jedem Studenten kann auf Wunsch ein Wohnheimplatz zur Verfügung gestellt werden.

Auch die Speisenversorgung ist gesichert. Es gibt schön sanierte Mensen in Zittau und Görlitz. Außerdem sorgen Essenausgabestellen und Cafeterien dafür, dass alle ihren Hunger stillen können. Beratungsdienstleistungen und Kulturförderung werden auch in Zittau und Görlitz angeboten.


[Bearbeiten] Erlebenswertes rund ums Studium

Neben dem Studium bieten die Städte Zittau und Görlitz auch eine Menge kultureller Besonderheiten und vielseitige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Eingebunden in das Hügelland der Oberlausitz und das Zittauer Gebirge befindet sich die Stadt Zittau ebenfalls in Grenznähe zu Polen und Tschechien. Im Zittauer Gebirge – dem kleinsten Mittelgebirge Deutschlands – kann man ausgezeichnet wandern, und bei Schnee entwickelt sich das Gebirge zum beliebten Wintersportgebiet mit seinen bekannten Tourismuszentren Oybin, Jonsdorf und Waltersdorf. Überall gibt es „grüne“ Grenzübergänge nach Tschechien, und man kann im nächsten tschechischen Dorfgasthof das weltberühmte böhmische Bier genießen.

Im Juni des Jahres 2005 wurde in Zittau Stadtjubiläum gefeiert, denn im Jahre 1255 besuchte der böhmische König Ottokar II. das damals noch recht junge Zittau, das ihm so wichtig erschien, dass er befahl, die Siedlung beträchtlich zu erweitern und mit einer Mauer zu befestigen. Nach alter Sitte umritt er Zittau und ließ in der Spur seines Pferdes durch eine mit dem Pflug gezogene Furche deren künftigen Umfang markieren. Die Stadtgrenze verlief seit dieser Zeit im Bereich des heutigen Grünen Ringes.

Wen das Stadtleben interessiert, der findet in Zittau genügend Möglichkeiten, seinen Tag zu gestalten. Das Kultuhistorische Museum im Franziskanerkloster bzw. das Museum Kirche zum Heiligen Kreuz beherbergen die Schätze der Stadt: Das Kleine und das Große Fastentuch. Der historische Marktplatz mit dem Speicher, Rathaus und Theater sowie gastronomische Einrichtungen verschiedenster Art sind einen Besuch wert.

In Görlitz finden Sie 3.600 historische Baudenkmäler der Gotik, Renaissance und des Barock bis hin zu einem geschlossenen Gründerzeitensemble und einigen Gebäuden des Jugendstils. Das schöne historische Flair der Stadt lädt zum Bummel durch die Straßen, durch die Museen und Galerien und zum Verweilen in Cafés oder Restaurants ein. Ein Theater- oder Kinobesuch am Abend oder ein Kneipenbummel – Görlitz hat für jeden etwas zu bieten. Regelmäßige Veranstaltungen und Feste, wie z. B. das Straßentheater-Festival „ViaThea“ und das Altstadtfest, beleben das Stadtbild zusätzlich.

Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass Görlitz eine Grenzstadt ist und die polnische Nachbarstadt Zgorzelec zu Fuß über die Altstadtbrücke erreicht werden kann. Görlitz ist eine Stadt der Mitte. Schon im Mittelalter führten hier die bedeutenden Handels- wege zwischen dem Westen und Osten und vom Süden nach dem Norden Europas hindurch. Einflüsse aus Böhmen und Schlesien prägten die Stadt. Der Erste und der Zweite Weltkrieg unterbrachen den stetigen Aufstieg. Görlitz verlor 1945 die Oststadt und den östlichen Landkreis, wurde erstmals zur Grenzstadt. In den letzten 50 Jahren ging die Einwohnerzahl um ein Drittel zurück. Fleiß, Zähigkeit und Heimattreue der Bevölkerung sorgten dennoch dafür, dass es zu keinem völligen Zusammenbruch der Wirtschaftskraft, der Bausubstanz und der Kultur kam. Der politische Umschwung 1990 weckte Hoffnungen und eröffnete Möglichkeiten für ein erneutes Aufblühen der Stadt als Mittlerin zwischen West und Ost beim Zusammenwachsen Europas.

Mit der Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2010 erreicht Görlitz zusammen mit seiner Nachbarstadt Zgorzelec einen beachtlichen zweiten Platz. Die Arbeitsstelle Kultur2020 arbeitet seither an der Evaluierung und Weiterentwicklung der Kulturhauptstadtbewerbungsprojekte, wie auch an der Konzeption einer Kulturstadtdekade Görlitz-Zgorzelec 2010-2020.

 
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