Erste Tage am Studienort

Aus Study in Dresden

Version vom 5. Oktober 2011, 12:30 Uhr von Anatrella (Diskussion | Beiträge)

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Inhaltsverzeichnis

Erste Fragen nach der Ankunft

Die ersten Schritte haben Sie schon erfolgreich von Ihrer Heimat aus gemeistert. Sie haben Ihren Zulassungsbescheid erhalten, alle wichtigen Formalitäten erledigt und sind nach Deutschland gereist. Für Voll- als auch für Teilstudenten stellen die folgenden ersten Tage am Studienstandort nochmals eine große und interessante Herausforderung dar. Wie findet man den Weg vom Bahnhof bzw. Flughafen zum Vermieter? Welche Formalitäten müssen noch erledigt werden? Wie erhält man den Studentenausweis? Welche öffentlichen Verkehrsmittel gibt es? Dies sind sicher nur einige Fragen, die sich neu angereiste Studierende stellen. Viele Dinge müssen noch erledigt werden, und einiges scheint zu Beginn noch ziemlich verwirrend.

Die nachstehenden Informationen beantworten die wichtigsten Fragen und sollen Ihnen bei der effektiven Planung Ihrer ersten Tage in der neuen Studienheimat helfen.


Zuerst Unterkunft sichern

Nach Ihrer Ankunft in Dresden, Zittau oder Görlitz möchten Sie sicher zuerst Ihr Zimmer beziehen. Haben Sie einen Wohnheimplatz über das Studentenwerk Dresden erhalten, dann fahren Sie direkt nach der Ankunft zum Studentenwerk und suchen den für Sie zuständigen Ansprechpartner in der Abteilung Wohnen auf um Ihren Mietvertrag abzuschließen. Bitte beachten Sie dabei die Einhaltung der Ihnen mitgeteilten Anreisezeiten. Alle Kontaktinformationen finden Sie auf Ihrer Zusage zum Wohnheimplatz, welche Ihnen in der Regel per E-Mail oder postalisch zugegangen ist, wenn Sie einen Wohnheimplatz beantragt hatten. Zum Mietvertragsabschluss müssen Sie Ihren Pass, den Zulassungsbescheid zum Studium und den in der Wohnheimplatzzusage genannten Kautionsbetrag bereithalten.

Bitte beachten Sie, dass im Wohnheim keine Bettdecken, Bettwäsche, Handtücher und Küchenutensilien zur Verfügung stehen. Im Studentenwerk Dresden können Sie direkt am Ankunftstag die Starterkits „Schlafen“ und „Wohnen“, die eine kleine Grundausstattung für Bett und Küche beinhalten, kostengünstig erwerben. Vor Ort im Wohnheim stehen Ihnen die Wohnheimtutoren als Ansprechpartner bei Problemen jederzeit zur Verfügung. Wenn Sie es versäumt haben, sich um einen Wohnheimplatz zu bewerben, können Sie sich selbstverständlich trotzdem ans Studentenwerk wenden. Sie können dann vor Ort einen Wohnheimantrag für einen späteren Einzugstermin stellen. Für die Zeit bis dahin müssen Sie sich eine alternative Unterbringung suchen, kostengünstige Beherbergungsmöglichkeiten bieten Ihnen das Internationale Gästehaus oder Jugendherbergen.

Akademisches Auslandsamt und Einwohnermeldeamt

Der nächste wichtige Weg führt Sie zum Akademischen Auslandsamt (an der Hochschule für technik und Wirtschaft (FH) wenden Sie sich bitte an das Studiensekretariat) der Hochschule. Dort erhalten Sie zunächst einen Meldebogen und ein Einzahlungsformular für den Semesterbeitrag. Die Zahlung des Semesterbeitrages ist Voraussetzung für die Immatrikulation. Je nach Hochschule kann die Höhe des Semesterbeitrages differieren.

Die nächste Anlaufstelle ist das Einwohnermeldeamt, wo Sie sich mit Ihrer neuen Adresse anmelden müssen. Hierzu können Sie die Meldestellen Ihrer Stadtteile oder die Bürgerbüros, welche deutlich kundenfreundlichere Öffnungszeiten anbieten, nutzen. Die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt muss innerhalb von zwei Wochen nach Ihrer Ankunft in Dresden erfolgen. Da Sie die Anmeldebestätigung aber brauchen, um Ihr Konto in Deutschland zu eröffnen, sollten Sie sich so schnell wie möglich anmelden. Zur Anmeldung bringen Sie Ihren Pass und Ihren Mietvertrag (Kopie) mit. Im Meldeamt erhalten Sie einen Meldebogen, den Sie ausfüllen müssen. Daraufhin erhalten Sie Ihre Anmeldebestätigung.

Kontoeröffnung

Dann gehen Sie zu einer Bank oder Sparkasse, um ein Konto zu eröffnen. Die meisten Institute bieten kostenlose Konten für Studierende an, ein Angebot, welches Sie nutzen sollten. Auch hier müssen Sie Ihren Pass, die Anmeldebestätigung und Ihren Zulassungsbescheid bereithalten. Nach der Eröffnung des Kontos zahlen Sie mit Hilfe des Einzahlungsformulars vom Auslandsamt den Semesterbeitrag ein. Die Kopie des Einzahlungsformulars müssen Sie wieder mitnehmen, da Sie diese beim Auslandsamt vorlegen müssen.

Weiterhin ist es wichtig, dass Sie Geld auf Ihr neues deutsches Konto transferieren, da von diesem dann auch der monatliche Krankenversicherungsbeitrag und die Miete für den Wohnheimplatz abgebucht werden. Bei Banken und Sparkassen können Sie auch Geld wechseln, also Geld einer fremden Währung in EUR umtauschen.


Krankenversicherung abschließen

Anschließend sollten Sie die Geschäftsstelle einer deutschen Krankenkasse aufsuchen.


Ausländische Studierende aus der EU

Studierende aus EU-Ländern bekommen in der Regel in Ihrer Heimat eine Internationale Versicherungskarte (EHIC - European Health Insurance Card), welche auch in Deutschland anerkannt sind. Mit diesen Bescheinigungen melden Sie sich bitte bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK), der Techniker Krankenkasse (TK) oder einer anderen gesetzlichen Krankenkasse. Dort erhalten Sie dann einen Nachweis über die Krankenversicherung für das Akademische Auslandsamt.


Ausländische Studierende, die keine Staatsbürger der EU sind

Studenten aus Nicht-EU-Ländern müssen hingegen in Deutschland eine neue gesetzliche Krankenversicherung abschließen. Auch hier benötigen Sie Ihren Zulassungsbescheid und Ihren Pass. Wünschen Sie, dass die Krankenkasse den Beitrag monatlich von Ihrem Konto abbucht, dann halten Sie auch Ihre Kontodaten bereit. Die gesetzliche Krankenversicherung für Studierende kostet bei allen gesetzlichen Krankenkassen ca. 60 EUR. Beim Abschluss der Versicherung erhalten Sie eine Bescheinigung, welche Sie im Akademischen Auslandsamt abgeben müssen.


Eine Besonderheit ergibt sich für Studierende, die über 30 Jahre alt sind. Diese müssen sich in Deutschland privat versichern. Wichtig ist, dass Sie eine „private Krankenvollversicherung für Studenten“ abschließen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse zu versichern, was aber meist die teurere Lösung ist.

Die nächsten Anlaufstellen

Haben Sie diese Schritte erledigt, gehen Sie wieder zum Akademischen Auslandsamt. Dort müssen Sie den ausgefüllten Meldebogen, den Nachweis über die Zahlung des Semesterbeitrages und den Nachweis über Ihre Krankenversicherung abgeben. Wenige Tage nach Abgabe der Dokumente erhalten Sie Ihre Immatrikulationsbescheinigung und Ihren Studentenausweis. Dieser gilt gleichzeitig als Semesterticket für Straßenbahn, Bus und S-Bahn. Mit dem Semesterticket halten Sie also gleichzeitig eine Fahrkarte für sechs Monate für den öffentlichen Nahverkehr in Dresden und die Umgebung in der Hand. Planen Sie eine Fahrt über die Stadtgrenzen hinaus, informieren Sie sch bitte zuvor über den Gültigkeitsbereich des Semestertickets. Weiterhin brauchen Sie den Studentenausweis, um sich in den Hochschulbibliotheken anzumelden, Preisvergünstigungen auf verschiedenen Gebieten zu erhalten, und um den Mensaschlüssel, den Emeal, zu erwerben.

Nun kehren Sie noch einmal in das Studentenwerk Dresden zurück. Dort müssen Sie Ihre Immatrikulationsbescheinigung (zu Beginn eines jeden Semesters) in der Abteilung Wohnen abgeben, um Ihre Wohnberechtigung nachzuweisen. Außerdem geben Sie nun Ihre deutsche Bankverbindung an und bewilligen eine Einzugsermächtigung, mit der das Studentenwerk die Miete für den Wohnheimplatz monatlich von Ihrem Konto abbuchen kann.

Ferner sind Sie verpflichtet, sich bei der Ausländerbehörde vorzustellen, um eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten. Diese Anmeldung ist für alle Ausländer, die länger als drei Monate in Deutschland bleiben, Pflicht. Daher muss der Besuch der Ausländerbehörde schnellstmöglich nach der Einreise nach Deutschland erfolgen. Bei der Ausländerbehörde werden von Ihnen folgende Unterlagen verlangt:


  • Ausgefülltes Antragsformular (Dieses Formular erhalten Sie direkt bei der Ausländerbehörde oder im Akademischen Auslandsamt.)
  • Pass
  • Visum (falls vorhanden)
  • Zulassungsbescheid zum Studium
  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Mietvertrag (Kopie)
  • Anmeldebestätigung vom Einwohnermeldeamt (Kopie)
  • Nachweis der Krankenversicherung (Kopie)
  • Finanzierungsnachweis (falls vorhanden)


Außerdem sollten Sie ausreichend Geld für die anfallenden Gebühren mit sich führen.

Alle wichtigen Anlaufpunkte haben wir auf einer Checkliste für Sie zusammengefasst, die Sie ausdrucken und zur Orientierung nutzen können.

Öffentlicher Nahverkehr in Dresden

Um gewisse Anlaufstellen zu erreichen, werden Sie sicher auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen wollen. Dies ist die günstigste Variante, da ja Ihr Studentenausweis in Dresden auch als Fahrticket (Semesterticket) in Straßenbahnen, Bussen und bestimmtem S-Bahnen gilt. In Dresden werden von den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) mehrere Straßenbahn- und Buslinien betrieben. Auch eine Schwebebahn, eine Standseilbahn und die Elbefähren werden von den Verkehrsbetrieben bewirtschaftet.

Alle Bahnhöfe und der Flughafen Dresden sind an das Nahverkehrsnetz angebunden. Am besten Sie informieren sich schon vor Ihrer Anreise, wie die Verkehrsanbindung gestaltet ist. Im Internet können Sie Übersichtskarten über die Liniennetzpläne erhalten. Anhand dieser Liniennetzpläne oder vor Ort im Gespräch mit den Mitarbeitern der Servicepoints können Sie geeignete Verbindungen zu Ihren Zielen heraussuchen. Die Fahrpläne mit den Abfahrtszeiten können Sie an jeder Haltstelle sowie auf den Websites finden. Den regionalen Busverkehr, der vom Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bereitgestellt wird, können Sie ebenfalls mit dem Semesterticket nutzen. Auch einige S-Bahnen der Deutschen Bahn bedienen mehrere Haltestellen in Dresden. Eine davon ist der Airportshuttle, eine S-Bahn, die zwischen Flughafen und den Bahnhöfen Dresdens pendelt. Diese Verbindung sowie einige andere S-Bahn-Verbindungen um Dresden sind auch im Gültigkeitsbereich des Semestertickets enthalten.

In Zittau und Görlitz gibt es kein Semesterticket für Studierende, da dort die meisten Einrichtungen leicht erreichbar sind. Natürlich kann man in Dresden, Zittau und Görlitz auch per Fahrrad oder zu Fuß viele Ziele erreichen. Besonders bei schönem Wetter lohnt es sich, hin und wieder die Hauptverkehrsstraßen zu verlassen und die kleinen verkehrsberuhigten Straßen oder Fußwege (an der Elbe) und durch Parks zu nutzen. Sie werden überrascht sein, wie viele schöne „Fleckchen“ man noch entdecken kann.

Hilfsangebote für den Studienaufenthalt

An einigen Stellen dieser Website wurden auch schon die (Hilfs)angebote verschiedener Partner/Einrichtungen angesprochen. Die meisten dieser Einrichtungen bieten Ihnen Hilfe bei der Vorbereitung und Durchführung des Studienaufenthaltes an. Zu unterscheiden sind hier institutionelle Einrichtungen, Vereine und Initiativen.

Institutionelle Einrichtungen besitzen ein festgelegtes Aufgabenprofil. Zur Erfüllung dieser Aufgaben werden Angestellte beschäftigt. Zu den institutionellen Einrichtungen gehören alle Auslandsämter, das Studentenwerk, die Ausländerbehörde, die Ausländerbeauftragten und alle Organisationen, die im Auftrag der Landesregierung oder der Stadt Dresdeearbeiten. Zum Beispiel bieten die Auslandsämter der Hochschulen Tutorenprogramme und diverse Veranstaltungen an. Über diese Angebote können Sie sich direkt bei Ihrem Auslandsamt informieren. Alle Angebote der Technischen Universität Dresden bietet der Kulturkalender, der im Foyer des Auslandsamtes ausliegt. Die Auslandsämter sowie das Studentenwerk Dresden organisieren auch Exkursionen u. ä. für Sie. Das Wahrnehmen dieser Angebote ist empfehlenswert, da Sie kostengünstig verschiedene Aktionen in Anspruch nehmen können und gleichzeitig viele neue Leute kennen lernen werden. Das Studentenwerk bietet Ihnen das FiF-Programm, welches Ihnen Kontakte zu deutschen Familien für sprachliche und kulturelle Erfahrungen vermittelt. Die vom Studentenwerk Dresden organisierte International Coffee Hour ist ein beliebter Treffpunkt für deutsche und internationale Studierende und ein idealer Ort neue Freundschaften zu knüpfen.

Als Verein bezeichnet man eine Gruppe, in der sich Personen zu einem bestimmten gemeinsamen Ziel bzw. zur Pflege bestimmter gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Ein Verein in Deutschland benötigt zur offiziellen Anerkennung eine Satzung, welche u. a. die Vereinsziele und vorsitzenden Mitglieder aufführt, und eine Eintragung ins Vereinsregister. Dass die Eintragung erfolgt ist, erkennt man an der Endung e.V., was „eingetragener Verein“ bedeutet. Vielleicht haben auch Sie schon einmal davon gehört, dass die Deutschen ihre Vereine lieben. Auch wenn dies eine etwas überspitzte Darstellung ist, ist es richtig, dass sich Deutschland durch eine ungemein vielfältige Vereinskultur auszeichnet. Sie sind ein Teil der deutschen Kultur, und die Vereinsinhalte reichen von der Freizeitgestaltung bis zum bürgerschaftlichen Engagement auf verschiedenen Ebenen. Am bekanntesten und beliebtesten sind die Sport- und Musikvereine, aber auch Vereine, die sich mit interkulturellen Themen beschäftigen oder sich in anderen Belangen engagieren, gibt es in großer Anzahl. Die Vielfalt der deutschen Vereinskultur ermöglicht es jedem, einen Verein entsprechend seiner Interessen zu finden. Im Verein haben Sie die Chance, Ihre Interessen mit weiteren Begeisterten zu teilen; schnell lassen sich neue Kontakte knüpfen und Freunde finden. Gleichzeitig lernen Sie ein Stück „deutsche Tradition“ kennen – die Gestaltung des Vereinslebens und das „Wir-Gefühl“ aller Vereinsmitglieder. Viele Vereine bieten auch Veranstaltungen, Vorträge, Auftritte, Workshops etc. an, die auch von Nicht-Mitgliedern besucht werden können.

Des Weiteren gibt es freiwillig gegründete Initiativen, die sich mit dem Thema Interkulturalität beschäftigen. Wichtig für Sie sind dabei sicher die Initiativen der Hochschulen, z.B. die Erasmus-Initiative. Diese organisiert Länderabende, Partys, Ausflüge, Kontakte und gibt Hilfestellungen beim Einleben im neuen Land. Ebenso ist hier das Linkpartner-Programm zu nennen. Dieses bietet eine besonders gute Möglichkeit, schon vor der Anreise, Kontakte zu deutschen Studenten zu knüpfen. Somit kann man von den Erfahrungen und Ortskenntnissen der deutschen Studenten profitieren und wertvolle Hilfestellungen erhalten.

Zusammenfassend soll nochmals Folgendes betont werden: Die Mitglieder bzw. Mitarbeiter der verschiedenen Einrichtungen informieren und helfen Ihnen jederzeit gern weiter. Informieren Sie sich einfach auf deren Websites über die Ziele und Angebote. Es gibt sehr viele und mannigfaltige Angebote für Sie, die sich sowohl auf die Vorbereitung des Studiums, die Gestaltung des Studiums und des Studentenlebens beziehen. In den Studienstandorten Dresden, Zittau und Görlitz werden Sie mit Ihrem Problemen nicht allein gelassen, denn es gibt eine Vielzahl von Initiativen, Vereinen und Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den ausländischen Studierenden unterstützend und freundschaftlich zur Seite zu stehen.

 
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