Meine Eindrücke von Dresden

Ein Erfahrungsbericht von Aliya Jeenbekova aus Kirgisistan, Studentin an der TU Dresden in den Fächern Anglistik und Germanistik.

Aliya Jeenbekova

Ich erinnere mich noch ganz genau an meine ersten Tage in Dresden. Gleich zu Beginn unternahm meine deutsche Gastfamilie mit mir eine Stadtbesichtigung. So sah ich die vielen Sehenswürdigkeiten wie den Zwinger, die Semperoper und die Frauenkirche. Einiges kannte ich schon von Bildern aus Büchern oder dem Internet. Aber als ich alles nun zum ersten Mal in der Realität vor mir sah, war ich richtig sprachlos und überwältigt von der Schönheit der sächsischen Hauptstadt. Die Architektur, aber auch die herrliche Lage am Fluss und die fantastischen Aussichten von den Elbhängen haben mich sehr fasziniert. Ich finde Dresden sehr sauber, ruhig und grün. Kein Wunder, dass ich mich sofort in “DD” verliebt habe. Vieles war natürlich auch sehr neu für mich: die Sprache, die Mentalität der Dresdner, ihr Umgang mit Geld, die Nutzung der Verkehrsmittel, die deutsche Küche, eine anders geartete Bürokratie.

Das Studium an der TU Dresden bereitet mir großen Spaß. Hier lernen viele junge Menschen aus den verschiedensten Staaten der Erde. Mit einigen verbindet mich große Freundschaft. Ich treffe mich regelmäßig mit ihnen und lerne auch so einen anderen Teil der Welt kennen. Das Studieren, das Leben und die Miete sind hier zum Glück im Vergleich zu anderen deutschen Uni-Standorten noch recht günstig. Natürlich pflege ich auch enge Kontakte zu den Dresdnern. So nehme ich mit ihnen oft am kulturellen und gesellschaftlichen Leben teil. Gemeinsam besuchen wir Veranstaltungen, machen Ausflüge in die Umgebung oder tauschen uns über viele Themen aus. Für mich sind die Deutschen besonders pünktlich, sehr freundlich, ehrlich, hilfsbereit und vielseitig engagiert. Sie beteiligen sich an Demonstrationen gegen Rassismus, kaufen TransFair-Produkte in Weltläden und unterstützen so die Bevölkerung in armen Ländern, achten auf gesunde Ernährung, wie ökologisch produzierte Lebensmittel, und sind umweltbewusst. So fahren sie viel Fahrrad, trennen den Müll, verwenden Recyclingpapier beim Schreiben und achten auf die sparsame Verwendung von Energie. Das gefällt mir alles sehr.

Leave a Reply